Handwerker/in in der Denkmalpflege

"Das Maß des Zimmermanns ist so genau, wie er mit der Axt werfen kann", ist einer von vielen Sprüchen, mit denen Handwerker am Bau gerne ihre Kollegen, die Zimmerer, aufziehen. Wer jedoch wie die Maurer, Steinmetze und Zimmerer seit Jahrhunderten so eng am Bau zusammenarbeitet, kann darüber nur lächeln. Denn es verhält sich genau umgekehrt: Für den Beruf des Zimmerers ist das genaue Maß, die Kenntnis von Statik, das Feingefühl für den Zustand von Holz und den Umgang damit sehr wichtig.

Der Zimmerer gehört zu den Handwerkern in der Denkmalpflege. Zu ihnen zählen auch Maler, Stuckateure und Steinmetze. Den Zimmerer wollen wir hier genauer vorstellen.

Im Gegensatz zu Schreinern und Tischlern, die mehr im Gestalterischen tätig sind, arbeiten Zimmerleute im konstruktiven Bereich am Bau. Sie zimmern Fachwerkhäuser und Dachstühle, Tore, Zäune und Treppen. Außerdem waren sie früher auch für die hölzernen Gerüstbauten, Aufzüge und Kräne auf den Baustellen zuständig. Das Handwerk des Zimmerers gehört zu den ältesten Berufen überhaupt.

Wir zeigen euch hier einige Arbeitsschritte bei der Holzbearbeitung anhand eines Holzstückes, das später ein so genanntes Sattelwerk in einer Balkendecke ersetzen soll.


Bildnachweis © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/M. L. Preiss