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Geschichte des Denkmalschutzes

Auch der Denkmalschutz hat seine Geschichte! Die Denkmalpflege, die auf Gesetzen fußt, ist eigentlich noch nicht sehr alt. Etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs das Bewusstsein, dass der Staat darauf achten sollte, historisch wertvolle Gebäude zu erhalten und zu pflegen. Das hing damit zusammen, dass zu dieser Zeit mit der Industrialisierung eine viel schnellere Veränderung der Städte und Lebensumstände einsetzte als in den Jahrhunderten davor.
     

     
Wichtig für die Denkmalpflege im 20. Jahrhundert war dann eine Charta "über die Konservierung und Restaurierung von Denkmalen und Ensembles": Sie ging 1964 aus einer Tagung in Venedig hervor. Die Forderungen zur Denkmalpflege und ihren Methoden, die in dieser Grundsatzerklärung standen, wurden bald von allen Nationen anerkannt. Dabei ging man vor allem von dem Erhalt und der Restaurierung des herausragenden Einzel-Monuments aus.
         
                   Das änderte sich 1975, als der Europarat zum "Europäischen Denkmalschutzjahr" aufrief. Durch dieses Jahr hat sich der Denkmalschutz stark erweitert: Galten bis dahin vor allem kirchliche Bauten, Schlösser und Burgen als denkmalwürdig, interessierte man sich jetzt auch für Zeugnisse der Technik- und Industriegeschichte sowie der Gartenbaukunst. Wohnhäuser und Stadtanlagen rückten ebenfalls in den Vordergrund.                   

Bildnachweis © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/M. L. Preiss